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Zehn Jahre Tuiflverein Mieming – Zum Jubiläums-Finale spielten die Tuifl „Menschen“

Zehn Jahre Tuiflverein Mieming - "Wenn Tuifl Menschen spielen", Foto: Knut Kuckel
Zehn Jahre Tuiflverein Mieming - "Wenn Tuifl Menschen spielen", Foto: Knut Kuckel

Das zu Ende gehende Jahr 2012 geht in die Chronik vom Tuiflverein Mieming als Jubiläumsjahr ein. Ein solches Jahr will in allen Ehren verabschiedet werden. Die Mieminger Tuifl machten ihre traditionelle Saisonabschlussfeier zum Finale. Wer nicht dabei sein konnte oder nach dem Essen schon nach Hause musste, erfährt jetzt, was man versäumt hat. Die Tuifl kamen auf die Idee, zum Finale des 10-Jährigen „Menschen“ zu spielen. Dazu luden sie sich jede Menge junger Hexen ein. Um es gleich vorweg zu nehmen, so können Menschen keine Party feiern. Wirklich nicht.

Menschen würden das gar nicht aushalten, so zu feiern. Bis der Morgen graut. Draußen lag Schnee und die Temperaturen waren weit im Minus-Bereich. Drinnen ging die Post ab, zu heißer Musik. Der DJ hatte es drauf. Niemand erinnert sich an eine Tanzpause oder eine Flaute im wilden Treiben. Aber erzählen wir doch die Vorgänge der Reihe nach.

Gefeiert wurde im Bauhof, am Recyclinghof in Untermieming. Am Samstag, dem 8. Dezember 2012. Das stimmt. Das könnt Ihr gerne mal nachschlagen. Chef-Tuifl „Speedy“, mit bürgerlichem Namen Markus Spielmann, begrüßte seine Gäste und war dabei erstaunlich gut gelaunt. Um ihn herum schwirrte eine sehr freundliche junge Hexe, die wir „Jasmin“ nennen sollten. Es sollte alles echt sein, so wie bei den Menschen, auf der Erde.

Viele prominente, geladene Gäste kamen zur Feier. Wenn die Tuifl einladen, traut sich kein Mensch abzusagen. Man hat ja schon einiges in diesem Zusamenhang hören müssen. Martin Sponring, Barwieser Löwenwirt und respektierter Tuifl-Mäzen mit vielen Sympathie-Punkten, spendierte ein Abendmahl vom Feinsten. Üppiger hätte es kaum sein können. Handgerollte Tiroler Knödel, Braten, geschmorte Erdäpfel und allerhand mehr. Dazu gab es kistenweise Bier, mehrere Kartonagen Jägermeister und andere Liköre, die ungeübten Trinkern leicht zu Kopf steigen können. Unter den Ehrengästen war Bürgermeister Dr. Franz Dengg, der die Polonaise anführte. Beinahe. Er ist ja schon sehr cool, aber so cool nun auch wieder nicht.

Vorneweg sorgten ein paar Hexen und die ihnen nachlaufenden Tuifl für eine schwungvolle Polonaise. Unter den Ehrengästen waren auch Feuerwehr-Kommandanten, hochrangige Polizei-Beamte, prominente Handwerker und auch sonst viele berühmte Menschen. Echte Menschen aus Mieming.

Dann übernahmen dominierten die Tuifl das Protokoll. Sie haben alle ganz komische Namen wie Gäbs, Schöpfy, Schaller, Letzer Daniel, Gabs oder Fetzi. Einer trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Boxeur des rues“ (Straßenkämpfer oder so ähnlich könnte das heißen, wir sprechen kein tuiflisch). Wie wir hörten, waren manche mit anwesenden Hexen verheiratet, andere seit hunderten von Jahren verlobt und der Rest zeigte sich sehr interessiert am anderen Geschlecht.

Es wurde viel fotografiert. Meistens von einem Apparat, der reihum ging. An diesem Abend wusste noch niemand, was ein „Selfie“ ist. Aber es wurden so viele „Selfies“ geknipst, dass die Selbstportraits von da ab so heißen. Wenn Du diese Geschichte zwei Jahre später liest, wirst Du uns recht geben.

Nachdem die vornehmen Gäste gegangen waren, spielten die Tuifl mit ihren umschwärmten Hexen „Flying devils“. Die „Fliegenden Tuifl“ heißt das in unserer Sprache. Alle mussten mal fliegen. Auch die Hexen. Sie gaben sich alle die Namen bekannter Menschinnen, wie Manuela, Petra, Maja oder Cornelia (Jasmin wurde bereits erwähnt). Auch der Sponsor des Abends musste sich dem Abenteuer hingeben. Für ihn nicht die leichteste Aufgabe, aber er flog wie ein Zeppelin in die Arme der ihn auffangenden Tuifl. Die hatten einen unglaublichen Spaß an diesem Spiel und würden es noch heute spielen, wenn nicht irgendwer, irgendwann gesagt hätte „jetzt reicht es. Punkt.“

Wer zur späten Stunde eine Hexe hatte, konnte sich freuen. Irgendwann im Verlauf des frühen Morgens begann die Balz. Das Paarungsvorspiel. Die Hexen wehrten sich bewundernswert, hatten aber gegen die Übermacht der starken Tuifl keine Chance. Man nahm ihnen die Besen ab und den Rest könnt ihr Euch ja denken. Ein paar Fotos hat die Tuifl-Pressestelle zur Veröffentlichung frei gegeben. Mehr war nicht drin. „Um der Menschen-Jugend nicht zu schaden“, hieß es. Alles nur Show. Tuifl möchten uns Menschen gefallen. Aber wehe, wer sich darauf einlässt. Dessen Zukunft ist dann bis in die Ewigkeit unten, nicht oben. Da kommen die Braven und Guten hin. Aber wir wollen Euch keine Angst machen.

Am frühen Morgen, so gegen 5 oder 6 Uhr, waren alle ziemlich angetörnt vom Jägermeister aus Wolfenbüttel, der von einem Herrn Bauer für uns Österreicher in Graz abgefüllt wird oder vom Bier und anderen betäubenden Getränken. Einer spielt sogar auf der Mülltonne Musik, ein anderer flötete auf einem Hexenbesen. Die Hexen tanzten auf Tischen und Bänken. Selten auf dem Tanzboden. Meistens in Gruppen. Reihenweise oder wie auch immmer.

Wie die Geschichte aber zu Ende ging, können wir Euch gar nicht mehr berichten. Wir waren auch Opfer, der in großem Umfang gereichten Getränke. Man sehe es uns nach und schicke uns künftig zu harmloseren Veranstaltungen. Das war jetzt ernst gemeint. Wirklich.

Für nächstes und übernächstes Jahr, mag man mich bitte von der Aufgabe des Reporters vor Ort entbinden. Aus Rücksicht auf mein fortgeschrittenes Leben.

Quelle: → Mieming-Online.at

P.S.: Nur der Ordnung halber: Tuifl und Hexen und andere hilfsbereite Menschen, sorgten wieder für Ordnung und räumten bis in die Vormittagsstunden den Bauhof auf. Anschließend sah er so aus wie er auszusehen hat.

Fotos: Knut Kuckel

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